Rechnungen aus HubSpot erstellst du mit Easybill, indem eine Automation (Make, Zapier oder n8n) bei „Closed Won" die Line Items aus dem Deal holt und in Easybill die Rechnung anlegt. Easybill übernimmt Nummernkreis, Versand, Mahnwesen und DATEV-Export. HubSpot kann Rechnungen zwar selbst aus dem Deal erstellen, für die deutsche Buchhaltung reicht das in den meisten Fällen aber nicht. Hier zeige ich dir, wo HubSpot Native Invoicing an Grenzen stößt, wie du Easybill anbindest und welcher Prozess sich in über 90 betreuten HubSpot Projekten bewährt hat.
Rechnungen aus HubSpot mit Easybill erstellst du, indem eine Automation über Make, Zapier oder n8n bei "Closed Won" die Line Items aus dem Deal holt und in Easybill die Rechnung anlegt. Easybill übernimmt Nummernkreis, Versand, Mahnwesen und DATEV-Export. Alternativ synchronisiert die easybill-App aus dem HubSpot Marketplace Kontakte, Rechnungen und Produkte.
- Easybill-Rechnungs-ID am Deal verhindert Doppel-Rechnungen
- Zahlungsstatus per Webhook zurück nach HubSpot
- Steuerberater arbeitet nur mit DATEV-Daten aus Easybill
Warum reicht HubSpot Native Invoicing in Deutschland oft nicht?
HubSpot Native Invoicing reicht in Deutschland oft nicht, weil DATEV-Export, ein automatisches Mahnwesen mit Mahnstufen und ein Nummernkreis nach den Erwartungen deutscher Steuerberater fehlen. Wenn du in HubSpot auf einen Deal klickst und im Bereich "Invoices" auf Create drückst, bekommst du eine strukturierte Rechnung, als Einmalrechnung oder als wiederkehrende Rechnung. Die Line Items kommen direkt aus deinen HubSpot Produkten, der Empfänger wird aus dem Contact gezogen, das PDF sieht ordentlich aus, der Zahlungslink über Stripe funktioniert. Auf den ersten Blick ist alles da.
In fast jedem HubSpot Audit sehen wir, dass das nicht mehr reicht, sobald ein deutscher Steuerberater mitarbeitet. HubSpot vergibt zwar Rechnungsnummern, einen Nummernkreis nach den Erwartungen deutscher Steuerberater bildet es aber nicht ab. Einen DATEV-Export gibt es nicht. Ein automatisches Mahnwesen mit den hierzulande üblichen drei Mahnstufen ebenfalls nicht. E-Rechnungen für Deutschland bietet HubSpot zurzeit nur als Beta mit Stripe-Konto an. Es gibt keine Schnittstelle zu deutschen Banking-Workflows. Und der Steuerberater bekommt am Monatsende nur einen CSV-Export, den er erst aufbereiten muss.
Kernidee: HubSpot Invoicing ist in erster Linie für den US-Markt gebaut. Deutsche Anforderungen wie GoBD, DATEV, Mahnwesen und lückenlose Nummernkreise standen nicht im Vordergrund. Deshalb läuft die Rechnung in Deutschland meistens über ein deutsches Tool.
Was kann Easybill und was kostet es?
Easybill ist eine deutsche Cloud-Buchhaltungslösung für Rechnung, Mahnwesen und DATEV-Export und kostet je nach Tarif etwa 9 bis 39 Euro pro Monat. Sie deckt ab, was HubSpot in Deutschland fehlt: Rechnungsstellung nach GoBD (laut Anbieter), lückenlose Nummernkreise, automatische E-Mail-Versendung mit PDF, ZUGFeRD- und XRechnung-Format, DATEV-Export im Format DATEV-Online oder als Schnittstelle zu DATEV Unternehmen Online, automatisches Mahnwesen mit konfigurierbaren Stufen und Fristen, Bankabgleich, Kassenbuch und SEPA-Lastschriftmandate.
Im Verhältnis zur eingesparten Arbeit ist dieser Preis günstig. Für die meisten unserer Kunden reicht der mittlere Tarif. Easybill ist kein vollständiges ERP. Es konzentriert sich auf Rechnung, Mahnwesen und Buchhaltungsexport, und genau das fehlt HubSpot.
Was bleibt in HubSpot? Die HubSpot Deal Grundlagen, der Sales-Prozess, das Angebot, der gesamte CRM-Kontext, Reports, E-Mail-Tracking, Tasks. Was zieht in Easybill um? Die eigentliche Rechnung, die Buchhaltung, die Steuerberater-Schnittstelle.
Wie setze ich die Integration HubSpot ↔ Easybill auf?
HubSpot und Easybill verbindest du auf drei Wegen: über Make oder Zapier, über n8n oder über die easybill-App aus dem HubSpot Marketplace. Welcher passt, hängt von Volumen und Anspruch ab:
- Make oder Zapier: Der schnellste Weg. Trigger ist ein Deal, der im Stage "Closed Won" landet. Aktion: Easybill Rechnung anlegen über die Easybill REST API. Aufwand: 2-3 Stunden Setup, Kosten 10-20 Euro pro Monat.
- n8n Self-Hosted: Wenn du sowieso schon Automationen über n8n betreibst, ist das die naheliegende Variante. Du hast mehr Kontrolle, zahlst nicht pro Operation und kannst frei skalieren.
- Native HubSpot App: Im HubSpot App Marketplace gibt es eine zertifizierte easybill-App, die Kontakte, Rechnungen und Produkte zwischen beiden Systemen synchronisiert. Sie ist schnell installiert. Brauchst du eigene Auslöser wie „Rechnung erst bei Closed Won in Pipeline X“ oder eine komplexere Produktstruktur, ist eine Automation über Make, Zapier oder n8n flexibler.
In der Praxis empfehle ich für Teams unter 10 Vertrieblern Make, für alle größeren Setups n8n. Wer bei der sauberen Grundstruktur unsicher ist, startet am besten mit einem HubSpot Setup inklusive Integration. Beide Wege brauchen die Easybill API (Personal Access Token im Easybill-Account erstellen) und einen HubSpot Private App Token mit Lese-Rechten auf Deals, Contacts, Companies und Line Items.
Wie sieht der typische Rechnungsprozess in der Praxis aus?
Im typischen Rechnungsprozess löst der Wechsel eines Deals auf "Closed Won" die Automation aus, Easybill legt die Rechnung an und das PDF landet zurück am Deal. Bei unseren Kunden hat sich dieser Ablauf bewährt: Sales arbeitet komplett in HubSpot. Angebot wird über HubSpot Quotes versendet, der Kunde unterschreibt digital, der Deal wandert auf "Closed Won". Dieser Stage-Wechsel ist der Trigger.
Die Automation prüft jetzt: Hat der Deal eine Easybill-Invoice-ID? Wenn nein: Hole die Line Items, hole den Contact, hole das Company-Objekt mit Adresse, USt-ID und Zahlungszielen, baue daraus ein Easybill-Document-Objekt und rufe POST /documents auf. Easybill vergibt die Rechnungsnummer aus dem konfigurierten Nummernkreis, setzt das Datum, baut das PDF.
Im zweiten Schritt: PDF bei Easybill abrufen und über die HubSpot Files API zurück an den Contact und Deal hängen. So sieht das Sales-Team in HubSpot direkt, dass die Rechnung raus ist, ohne in Easybill wechseln zu müssen. Im dritten Schritt: Easybill versendet die Rechnung selbst per E-Mail an den Kunden, auf Deutsch und mit deinem deutschen PDF-Template.
Easybill an HubSpot anbinden lassen?
Wir setzen die Integration für dich auf, inklusive DATEV-Workflow und Mahnstufen.
Jetzt Setup anfragenIst sevdesk eine Alternative zu Easybill?
Ja, sevdesk ist die zweite große Option im deutschen Markt und funktioniert konzeptionell genauso: laut Anbieter GoBD-konform, DATEV-Export, automatischer Versand, Mahnwesen, REST-API. Wir haben Kunden auf beiden Plattformen, funktional liegen sie nah beieinander. sevdesk ist im Branding etwas moderner, Easybill etwas nüchterner und in der Praxis oft schneller. Beide lassen sich identisch über Make oder n8n an HubSpot andocken.
Mehr zur Auswahl der richtigen Buchhaltungslösung im Kontext von HubSpot findest du im Artikel HubSpot Buchhaltung verbinden. Dort vergleichen wir die Optionen im Detail.
Wie funktioniert der Steuerberater-Workflow mit Easybill und DATEV?
Der Steuerberater bekommt aus Easybill einen monatlichen DATEV-Export oder eine direkte Synchronisation über DATEV Unternehmen Online und arbeitet nie in HubSpot. Die zentrale Frage bei jeder deutschen Buchhaltungslösung lautet: Was bekommt der Steuerberater am Monatsende? In Easybill konfigurierst du einmalig die DATEV-Schnittstelle. Du kannst entweder einen klassischen DATEV-Export pro Monat erzeugen (CSV im DATEV-Format inkl. Sachkonten und Kostenstellen) oder per DATEV Unternehmen Online direkt in den Bestand des Steuerberaters synchronisieren.
In Verbindung mit HubSpot heißt das: Der Steuerberater arbeitet nie in HubSpot. Er bekommt aus Easybill die Formate, die er kennt. Diese klare Trennung erspart dir die typische Diskussion "Eure CRM-Software exportiert komische Formate, ich kann damit nichts anfangen".
| Feature | HubSpot Native | Easybill |
|---|---|---|
| GoBD-konform | Eingeschränkt | Laut Anbieter ja |
| Lückenlose Rechnungsnummern | Pro Account, kein DE-Standard | Ja, konfigurierbar pro Kreis |
| PDF-Versand auf Deutsch | Englisch-First, Templates begrenzt | Vollständig deutsch, anpassbar |
| Steuerberater-Export (DATEV) | Nein | Ja, DATEV-Format + DUO |
| Automatische Mahnungen | Nein nativ, nur via Workflows | Ja, mehrstufig konfigurierbar |
| DATEV Unternehmen Online | Nein | Ja, native Schnittstelle |
| Preis | Auch in den kostenlosen HubSpot Tools enthalten | Monatliches Abo, aktuelle Preise bei easybill |
Wie automatisiere ich Mahnungen mit HubSpot und Easybill?
Mahnungen automatisierst du in Easybill mit drei Mahnstufen, ein HubSpot Workflow informiert zusätzlich den Vertrieb, sobald ein Kunde in eine höhere Stufe rutscht. Offene Rechnungen belasten den Cashflow oft stärker als gedacht, und das Mahnwesen lässt sich mit HubSpot Automatisierung gut abdecken. Easybill kann das nativ: Du definierst drei Stufen, etwa Zahlungserinnerung nach 7 Tagen Verzug, erste Mahnung nach 14 Tagen und zweite Mahnung nach 28 Tagen. Easybill versendet diese dann automatisch per E-Mail.
Wo HubSpot wieder ins Spiel kommt: Wenn ein Kunde in Easybill in die zweite Mahnstufe rutscht, kann ein HubSpot Workflow per Webhook ein Deal Property setzen oder eine Task für den zuständigen Account Manager erstellen. So weiß der Vertrieb von der offenen Rechnung, bevor er den nächsten Upsell rausschickt. In vielen Setups fehlt diese Rückmeldung, und dann ruft der Vertrieb genau im falschen Moment an.
Praxis-Erfahrung: Bei einem unserer Kunden wurden vor der Easybill-Anbindung ungefähr 18 Prozent aller Rechnungen erst nach manueller Nachfrage bezahlt. Drei Monate nach Einführung des automatischen Mahnwesens lag die Quote bei unter 5 Prozent. Cashflow-Effekt: fünfstellig pro Monat.
Welche Fehler musst du bei HubSpot und Easybill vermeiden?
Die drei typischen Fehler sind doppelt gepflegte Kundendaten, eine inkonsistente Produktstruktur und eine fehlende Rückmeldung des Zahlungsstatus an HubSpot. Aus über 90 HubSpot Projekten kenne ich diese drei Fehler, die fast immer auftauchen, wenn HubSpot und Easybill nicht sauber verbunden sind:
- Doppel-Pflege von Kundendaten: Adresse einmal in HubSpot, einmal in Easybill, beide laufen auseinander. Lösung: Single Source of Truth festlegen, meist HubSpot, und Easybill bei jeder Rechnung neu aus HubSpot füttern. Für den initialen Sync der Stammdaten helfen unsere HubSpot Importvorlagen.
- Inkonsistente Produktstruktur: Die Line Items in HubSpot heißen "Beratung Stunde", in Easybill "Consulting hourly". Lösung: HubSpot-Produkte und Easybill-Artikel-Mapping einmalig sauber definieren.
- Fehlende Sync-Richtung: Rechnung wird in Easybill bezahlt, in HubSpot bleibt der Deal aber für immer "Closed Won, unbezahlt". Lösung: Webhook von Easybill (Status "bezahlt") zurück in HubSpot, entweder auf ein Deal Property oder auf einen neuen Pipeline Stage "Bezahlt".
Fazit: HubSpot ist dein CRM, Easybill ist deine Buchhaltung
Die Regel, die ich Kunden gebe: HubSpot ist das CRM, Easybill ist die Buchhaltung. HubSpot Native Invoicing ist praktisch, reicht für deutsche Anforderungen aber meistens nicht. Sobald ein deutscher Steuerberater mitarbeitet, brauchst du ein Tool, das DATEV, GoBD und Mahnwesen ohne Workarounds beherrscht. Das ist Easybill oder sevdesk. Für den laufenden Betrieb danach lohnt sich ein HubSpot Admin Retainer, der Integration, Workflows und Datenqualität im Blick behält.
Die Integration ist in 1-2 Tagen aufgesetzt, läuft ab dann unsichtbar im Hintergrund und spart dir jeden Monat mehrere Stunden manueller Arbeit. Wenn du parallel lernen willst, wie du Reports und Dashboards für den Cashflow-Überblick baust, schau dir die Aufzeichnung unseres HubSpot Reports Workshops an. Wenn du wissen willst, ob das für deinen konkreten Setup-Fall passt, sprich uns an. Wir haben diese Anbindung schon dutzendfach gebaut und kennen die Stolpersteine.
Häufige Fragen zu HubSpot und Easybill
Kann HubSpot Native Invoicing GoBD-konforme Rechnungen erstellen?
Nur eingeschränkt. HubSpot vergibt zwar fortlaufende Rechnungsnummern, hat aber keinen typisch deutschen Nummernkreis-Begriff, keinen DATEV-Export und keine Mahnstufen. Für die meisten deutschen Steuerberater reicht das nicht aus, weshalb wir die Rechnung in Easybill oder sevdesk auslagern.
Wie verbinde ich HubSpot mit Easybill?
Über Make, Zapier, n8n oder die easybill-App aus dem HubSpot Marketplace. Bei einer Automation ist der Trigger meistens der Deal Stage "Closed Won". Die Automation holt Line Items, Contact und Company aus HubSpot, ruft die Easybill REST API auf, legt die Rechnung an und schreibt die Easybill-Rechnungs-ID zurück auf den Deal.
Was kostet Easybill?
Je nach Tarif zwischen ungefähr 9 und 39 Euro pro Monat. Für die meisten kleinen und mittleren Teams reicht der mittlere Tarif. Im Vergleich zur eingesparten manuellen Arbeit und zu schneller bezahlten Rechnungen ist das günstig.
Kann der Steuerberater direkt auf Easybill zugreifen?
Ja. Easybill bietet einen DATEV-Export im DATEV-Format sowie eine Schnittstelle zu DATEV Unternehmen Online. Der Steuerberater bekommt seine gewohnten Daten und muss HubSpot nicht öffnen. Diese strikte Trennung ist einer der Hauptgründe für die Easybill-Anbindung.
Kann Easybill Mahnungen automatisch versenden?
Ja. Du definierst Mahnstufen (z.B. Zahlungserinnerung nach 7 Tagen, erste Mahnung nach 14 Tagen, zweite Mahnung nach 28 Tagen) und Easybill verschickt diese automatisch per E-Mail. Du kannst zusätzlich einen Webhook zurück nach HubSpot schicken, sodass dein Vertrieb Bescheid weiß.
Ist sevdesk eine Alternative zu Easybill?
Ja. sevdesk ist funktional sehr ähnlich, laut Anbieter ebenfalls GoBD-konform, mit DATEV-Export und API. Beide Tools lassen sich identisch über Make oder n8n an HubSpot andocken. Welches besser passt, hängt mehr von Geschmack und bestehenden Steuerberater-Workflows ab als von Features.