Unsere Erfahrung mit Close CRM: Für Vertriebsteams, die vor allem telefonieren, ist es eines der stärksten Tools, weil Power-Dialer und VoIP fest eingebaut sind. Für Marketing, Inbound-Leads und Service fehlen die Bausteine. Ein Outbound-Vertriebler aus einem unserer Projekte beschreibt seinen Tag so: 80 Calls, jeder per Klick aus dem Kalender direkt im Auto-Dialer, das Gespräch wird automatisch protokolliert, der nächste Kontakt steht schon in der Queue. Drei Wochen später fragt das Marketing-Team, wo eigentlich Newsletter-Performance, Webseiten-Leads und Formulare verwaltet werden. In Close jedenfalls nicht. Close ist für Calls gebaut, für den Rest des Vertriebs brauchst du andere Tools.
Close CRM ist ein Sales-CRM für Teams, die vor allem telefonieren: Power-Dialer und VoIP sind ab dem Growth-Tier (99 $ pro User und Monat) eingebaut. Marketing, Service-Tickets und eine deutsche Oberfläche fehlen. In vielen DACH-Projekten läuft Close deshalb als Call-Tool neben HubSpot als zentralem CRM.
- Lohnt sich ab 20 bis 30 Calls pro User und Tag
- Oberfläche und Support nur Englisch, Server in den USA
- Native Integration synchronisiert Kontakte und Aktivitäten mit HubSpot
Transparenz-Hinweis: Als HubSpot Gold Partner haben wir Close selbst getestet und mehrere Outbound-Teams bei der Entscheidung begleitet, ob Close, HubSpot oder die Kombination beider passt. Hier steht, was Close besser kann als andere Tools und wo es aufhört.
Was unterscheidet Close CRM von anderen CRMs?
Close CRM unterscheidet sich von Pipedrive, HubSpot und Co. vor allem dadurch, dass Power-Dialer und Voice-over-IP von Anfang an eingebaut sind. Close ist ein Sales-CRM aus den USA, gebaut für Teams, die hauptsächlich am Telefon verkaufen. Du brauchst dafür weder Add-on noch Drittanbieter-Integration.
- Eingebauter Power-Dialer ab dem Growth-Tier inklusive. Eine Liste wird abgearbeitet, Close wählt automatisch die nächste Nummer, sobald das aktuelle Gespräch beendet ist.
- VoIP nativ mit eigener Telefonnummer pro User. Anrufaufzeichnung und Voicemail-Drop gehören zum Standard.
- Sales-Sequenzen für E-Mail und Calls in einer Oberfläche. Ein Lead durchläuft eine Multi-Touch-Sequenz, ohne dass der Vertriebler zwischen Tools wechseln muss.
- Built-in Bulk-E-Mail für einfache Massen-Versendung. Für Marketing-Automation reicht das nicht, für 1:1-Cold-Outreach schon.
- Reiner Vertriebsfokus: Marketing-Funnels, Service-Tickets und einen Content-Hub gibt es nicht. Close konzentriert sich auf den Sales-Funnel und macht diesen Teil sehr gut.
Wer einen Vertriebs-Alltag mit 30+ Calls pro User und Tag hat, gewinnt mit Close mehrere Stunden produktive Zeit pro Woche. Wer Leads über Webseite, SEO oder Content generiert und über Wochen mit Nurturing-Strecken bespielen will, ist mit einem anderen Tool besser bedient. Diese Trennung beschreibt unser Vergleich Pipedrive, HubSpot oder Close im Detail.
Was kostet Close CRM 2026?
Close CRM kostet 2026 zwischen 9 $ im Monat (Solo, 1 User) und 139 $ pro User und Monat (Scale), den Power-Dialer gibt es ab Growth für 99 $. Close lizenziert pro User und Monat in vier Tiers mit klarer Funktionsabstufung. Preise laut Standardansicht der Preisseite, Stand September 2026:
| Tier | Preis | Power-Dialer | Use Case |
|---|---|---|---|
| Solo | 9$/Monat (1 User) | nein | Einzelkämpfer, Freelancer-Sales |
| Essentials | 35$/User/Monat | nein | Kleines Sales-Team ohne Auto-Dial-Bedarf |
| Growth | 99$/User/Monat | ✅ inklusive | Outbound-Team mit 20+ Calls pro User und Tag |
| Scale | 139$/User/Monat | ✅ inklusive | Größere Org, mehrere Pipelines, Custom-Reporting |
Preise in USD laut Standardansicht der Preisseite, bei jährlicher Zahlung gibt Close bis zu 50 % Rabatt an. Stand: September 2026. Quelle: close.com/pricing.
Diese Punkte siehst du in Demos meist nicht sofort:
- VoIP-Linien zusätzlich. Ab 1$ pro Linie und Monat, plus nutzungsbasierte Call-Minuten. Bei einem Outbound-Team mit 60 Calls pro Tag schlägt das mit 15 bis 30$ pro User und Monat zu Buche.
- Power-Dialer erst ab Growth. Das ist der wichtigste Unterschied zwischen Essentials und Growth. Wer wegen des Dialers zu Close kommt, landet automatisch im Growth-Tier.
- 14-Tage-Trial mit 5$ Calling-Credits. Das reicht, um den Dialer in der Praxis zu testen. Längere Pilot-Phasen lassen sich auf Anfrage verhandeln.
Praxis-Check: Ein 5-User-Outbound-Team auf Growth zahlt rund 495 $ pro Monat plus VoIP-Nutzung je nach Call-Volumen. Das liegt in der Größenordnung von HubSpot Sales Hub Pro (5 × ca. 100 € Listenpreis plus einmalig 1.470 € Onboarding), dafür sind Dialer und VoIP enthalten, die bei HubSpot über Aircall oder ein vergleichbares Add-on dazukommen.
Lizenz-Logik im Vergleich
Close
- Pro Seat ab Tag 1, kein Free-Tier
- Power-Dialer + VoIP nativ ab Growth
- Sales-Sequenzen für E-Mail und Calls inklusive
- Keine Marketing- oder Service-Funktionen
HubSpot
- Kostenlose Tools für bis zu 2 Benutzer
- Sales Hub Pro ab ca. 100 €/User (Listenpreis), Calling-Minuten inklusive, Dialer via Aircall o. ä.
- Marketing, Service, Reporting auf einer Plattform
- HubSpot Plattform (alle Hubs im Bundle) Starter ab ca. 20 €/User
Für welche Teams eignet sich Close CRM?
Close CRM eignet sich für Outbound-Vertriebsteams, die viel telefonieren, mit englischer Software klarkommen und feste Sales-Sequenzen fahren. Bei diesen vier Kundenprofilen passt es in der Praxis:
Weniger gut passt Close für diese Teams:
- Inbound-Heavy Teams mit Marketing-Funnel, Lead-Scoring und Nurturing-Strecken. Close hat dafür keine Bausteine.
- Deutschsprachig-only Teams ohne EN-Affinität. Onboarding und tägliche Arbeit werden zur Reibungsfläche.
- Service- und Customer-Success-Teams. Tickets, SLAs, Knowledge-Base, Kunden-Portal: alles nicht vorhanden.
- Reporting-getriebene Orgs mit Cross-Object-Bedarf (Marketing-Quelle x Pipeline-Phase x Branche). Close berichtet stark über Calls und Aktivitäten, alles darüber hinaus wird dünn.
Wo liegen die Grenzen von Close CRM?
Die Grenzen von Close CRM liegen bei Marketing, Reporting, eigenen Datenobjekten, Sprache, Serverstandort und Service. Auf diese sechs Grenzen stoßen alle Kunden, die ernsthaft mit Close arbeiten:
- Kein nativer Marketing-Hub. Landing Pages, Ads-Integration, Formulare, Lead-Scoring fehlen. Marketing-Automation muss extern dazu, klassisch über HubSpot Marketing oder Mailchimp.
- Reporting-Tiefe begrenzt. Call- und Aktivitäts-Reports sind sehr gut, alles darüber hinaus wird dünn. Cross-Object-Auswertungen wie in HubSpot Reports gibt es nicht.
- Keine Custom-Objekte. Wer Anlagen, Produkte, Verträge oder Projekte als eigene Datentypen führen will, kommt an Grenzen. Close arbeitet mit Kontakten, Unternehmen, Leads, Opportunities, fertig.
- Oberfläche und Support nur Englisch. Für internationale Teams kein Problem, für reine DACH-Strukturen ein Reibungsfaktor beim Onboarding.
- DSGVO und Server-Standort USA. Close hat eine DSGVO-Dokumentation und unterstützt die üblichen Vertragsbausteine. Daten liegen aber in den USA. Wer besonders sensible Daten verarbeitet, sollte den Datenfluss mit dem internen Datenschutz prüfen.
- Keine Service-Hub-Funktionalität. Tickets, Live-Chat, Wissensdatenbank, Customer Portal: alles nicht vorhanden. Service-Cases laufen extern.
Diese Grenzen folgen aus der Produktstrategie. Close konzentriert sich auf das Sales-CRM und verzichtet bewusst auf Bereiche, in denen andere Tools tiefer einsteigen. Wer das weiß, kann Close gezielt einsetzen.
Wann lohnt sich Close CRM zusammen mit HubSpot?
Close CRM zusammen mit HubSpot lohnt sich, wenn ein eigenes Outbound-Team Close für Calls nutzt und Marketing, Service und Reporting in HubSpot laufen. Das ist das häufigste Muster bei unseren Kunden. So gleichen sich die Schwächen beider Tools aus.
Setup-Muster in der Praxis: HubSpot ist das zentrale CRM mit Marketing-, Sales- und Service-Hub. Close läuft als spezialisiertes Call-Tool für das Outbound-Team. Die native Close-HubSpot-Integration synchronisiert Kontakte und Aktivitäten in beide Richtungen.
- HubSpot als zentrales CRM mit kostenlosem Fundament. Alle Kontakte, alle Unternehmen, alle Deals laufen hier zusammen.
- Close als Call-Stack für Outbound-Spezialisten. Power-Dialer, Voicemail-Drop, Sequenzen.
- Native Integration hält Kontakte und Aktivitäten synchron. Ein in Close protokolliertes Gespräch erscheint auf der Kontakt-Timeline in HubSpot.
- Marketing, Service, Reporting bleiben in HubSpot. Der Marketing-Funnel bleibt vollständig in HubSpot.
- Das Outbound-Team behält seinen Ablauf. Klicken, wählen und dokumentieren bleibt in Close.
Diese Kombination lohnt sich vor allem dann, wenn das Outbound-Team eine eigene Identität hat (eigene KPIs, eigene Pipeline, eigene Sequenzen) und der Rest des Vertriebs in einem klassischen Lead-to-Deal-Prozess läuft. Wer einen homogenen Sales-Prozess hat, fährt mit HubSpot allein plus einem Calling-Add-on meist einfacher.
Wann lohnt sich der Wechsel von Close zu HubSpot?
Der Wechsel von Close zu HubSpot lohnt sich, sobald Marketing, Service-Tickets oder Reports über mehrere Objekte dazukommen. Diese fünf Auslöser sehen wir bei Close-Kunden, die zu HubSpot wechseln oder HubSpot dazunehmen:
- Outbound wird zu Inbound. Sobald Marketing-Funnel, SEO-Leads und Content-Strecken Teil der Demand-Generation werden, braucht das Unternehmen eine Plattform mit Marketing-Hub. Close hat das nicht.
- Team wächst über reine Sales-Funktion hinaus. Wenn Onboarding, Customer Success oder Account Management eigene Teams werden, fehlen in Close die passenden Bausteine.
- Service-Tickets sollen integriert werden. HubSpot Service Hub teilt die Kontaktdatenbank mit Sales. Close hat keinen vergleichbaren Layer.
- Reporting muss Cross-Object werden. Welche Branche, welche Quelle, welche Deal-Größe, welche Pipeline-Phase, alles in einem Report. Das geht in HubSpot, in Close nicht.
- Deutschsprachiger Support wird Anforderung. Wenn das Team wächst und nicht jeder neue Mitarbeiter gut Englisch spricht, bremst der englische Close-Support.
HubSpot Sales Hub Pro liegt bei ca. 100 € pro Lizenz und Monat (Listenpreis, 90 € bei jährlicher Vorauszahlung) plus einmalig 1.470 € Onboarding. Für 5 User landet man bei ca. 450 bis 500 € pro Monat plus optionalem Marketing- oder Service-Hub. Die kostenlosen HubSpot Tools reichen für bis zu 2 Benutzer. Mehr Details zum Aufbau und Funktionsumfang im Artikel HubSpot CRM Übersicht.
Der Wechsel selbst dauert je nach Datenmenge 1 bis 3 Wochen. Wir begleiten solche Migrationen als HubSpot Setup oder als laufende HubSpot Admin Betreuung. Wer unsicher ist, ob der Wechsel sich rechnet, kann mit einem HubSpot Audit starten.
Häufige Fragen zu Close CRM
Was kostet Close CRM 2026?
Close lizenziert pro User und Monat: Solo 9 $ (1 User), Essentials 35 $, Growth 99 $, Scale 139 $ (Standardansicht der Preisseite, Stand September 2026). Power-Dialer und VoIP sind ab Growth inklusive. VoIP-Linien starten bei 1 $ plus nutzungsbasierte Call-Minuten. Ein 5-User-Outbound-Team auf Growth landet bei rund 495 $ pro Monat plus VoIP-Nutzung. Aktuelle Preise auf close.com.
Ist Close auf Deutsch verfügbar?
Nein. Oberfläche, Hilfe-Texte und Support sind nur auf Englisch. Für DACH-Teams mit englisch-affiner Sales-Mannschaft ist das machbar, für reine DE-Vertriebe entsteht zusätzlicher Reibungsverlust beim Onboarding und im Support-Alltag. HubSpot bietet vollen deutschsprachigen Support.
Funktioniert der Power-Dialer von Close in Deutschland?
Ja. Die VoIP-Funktion arbeitet weltweit, eine deutsche Telefonnummer pro User ist verfügbar. Eingehende und ausgehende Calls funktionieren ohne separate Telefonie-Infrastruktur. Anrufaufzeichnung und Voicemail-Drop gehören zum Standard. Bei der Anrufaufzeichnung gelten die deutschen Einwilligungs-Regeln, also den Gesprächspartner zu Beginn informieren.
Kann ich Close und HubSpot zusammen nutzen?
Ja. Es gibt eine native Integration, die Kontakte, Unternehmen und Aktivitäten zwischen Close und HubSpot synchronisiert. Häufiges Muster: HubSpot als zentrales CRM plus Marketing-Plattform, Close als spezialisiertes Call-Tool für das Outbound-Team. Das Setup ist überschaubar, und das Vertriebsteam behält seinen eingespielten Ablauf.
Wie viele Calls pro Tag rechtfertigen Close?
Ab 20 bis 30 Calls pro User und Tag spart der Power-Dialer spürbar Zeit. Darunter bringt der Auto-Dial wenig, und Close lohnt sich kaum. Wer 60+ Calls pro Tag fährt, gewinnt mit Close mehrere Stunden produktive Zeit pro Woche im Vergleich zu einer Pipedrive- oder HubSpot-Lösung mit externem Dialer.
Ist Close DSGVO-konform?
Das musst du für deinen Fall selbst prüfen. Close stellt die übliche DSGVO-Dokumentation und Vertragsbausteine bereit. Die Server stehen in den USA, der Datenfluss läuft über die entsprechenden Standardvertragsklauseln. Bei besonders sensiblen Daten (Patienten, Finanzdaten, Behörden) sollte der Datenfluss mit dem internen Datenschutz geprüft werden. Wer einen EU-Hosting-Standort als Anforderung hat, schaut sich Alternativen an.
Was sind Alternativen zu Close für DACH-Teams?
HubSpot mit Calling-Add-on (z.B. Aircall) bietet einen vergleichbaren Funktionsumfang mit deutschsprachigem Support. Pipedrive plus Aircall ist eine schlankere Alternative für kleine Teams. Wer Power-Dialing braucht, aber keine US-Plattform will, kombiniert HubSpot mit Aircall oder CloudTalk. Details zum Direktvergleich im Artikel Pipedrive, HubSpot oder Close.