In vielen Erstgesprächen kommt irgendwann die Frage: „Kennst du auch etwas anderes als HubSpot?" Manchmal sage ich ja. Wenn ein Team nur eine Pipeline braucht und Marketing oder Service nie im CRM abbilden will, ist HubSpot zu groß. Dieser Artikel zeigt 3 Alternativen von innen, mit den Preisen und Limits, die auf den Preisseiten stehen und im Verkaufsgespräch gern untergehen.
Im Video 3 HubSpot Alternativen: Welches CRM passt? klicke ich mich durch Pipedrive, Attio und Salesforce. Hier findest du die Screenshots, die Tabellen und meine Einordnung zum Nachlesen. Alle Preise habe ich am 10. September 2026 von den jeweiligen Preisseiten abgelesen, jeweils bei monatlicher Abrechnung.
Kurzfassung: Pipedrive ist das einfachste Sales CRM und wird mit Add-ons schneller teuer, als die Preisseite vermuten lässt. Attio ist um KI herum gebaut und rechnet diese KI über Credits ab. Salesforce kann fast alles, braucht dafür aber dauerhaft jemanden, der das Setup pflegt. Wer Marketing, Sales und Service in einem System will, landet meist wieder bei HubSpot.
Wann ist HubSpot die falsche Wahl?
In 9 Jahren haben wir über 90 Kunden bei der Einführung begleitet. Einigen davon habe ich im Gespräch gesagt, dass das Konto für sie Overkill wäre. Meist war es einer von 3 Fällen.
- Das Team will nur Leads erfassen, Deals verschieben und Aufgaben abarbeiten. Newsletter, Tickets oder Website Tracking spielen keine Rolle.
- Es gibt weniger als 5 Nutzer. Ein einzelner Gründer oder ein kleines Sales Team braucht weder Marketing Hub noch Berechtigungssets.
- Eine Branchenlösung hat nur eine Salesforce Schnittstelle. Dann entscheidet die Integration über das CRM, nicht die Oberfläche.
Wichtig ist der Vergleich eins zu eins. Auf der Preisseite wirken die Alternativen günstig. Rechnest du Limits und Add-ons dazu, schrumpft der Abstand zu HubSpot deutlich. Wie die HubSpot Lizenzen aufgebaut sind, steht in unserem Artikel zu den HubSpot Kosten.
Was kann Pipedrive und was kostet es wirklich?
Pipedrive habe ich früher selbst genutzt. Der Aufbau ist in 5 Minuten klar: Leads kommen über Formulare oder Integrationen in den Lead Posteingang. Ein Lead wird zum Deal, der Deal hängt an Kontakt und Unternehmen und wandert durch die Pipeline bis gewonnen oder verloren. Eigene Felder, Notizen, Aufgaben und eine verbundene E-Mail Inbox gehören dazu.


Marketing gibt es nur als Zubehör. Campaigns für E-Mail Kampagnen, Projects für Aufgabenpläne nach dem Abschluss, LeadBooster für Chatbot und Formulare, Webbesucher für Firmenerkennung und Smart Docs für Angebote sind eigene Add-ons. Auf der Preisseite stehen dafür 13,33 € bis 41 € pro Monat als Einstiegspreis je Add-on.

Die Limits hinter dem Einstiegspreis
Der Lite Plan kostet 24 € pro Nutzer und Monat. Das klingt nach einem klaren Preisvorteil, bis man die Funktionstabelle aufklappt. Dort steht, warum viele Teams am Ende bei Premium landen.
| Limit pro Plan | Lite 24 € | Growth 49 € | Premium 79 € |
|---|---|---|---|
| Benutzerdefinierte Felder | 30 | 100 | 300 |
| Berichte pro Nutzer | 15 | 50 | 250 |
| Automations | keine | 50 | 150 |
| Sequenzen | keine | 5 | 25 |
| E-Mail Synchronisierungen pro Nutzer | keine | 1 | 3 |
| Team Posteingänge | keine | keine | 1 |

30 eigene Felder sind schnell voll: Branche, Projekttyp, Entscheiderrolle, Vertragslaufzeit, Quelle. Manchen Unternehmen reichen auch 100 nicht. Ohne Sequenzen, E-Mail Synchronisierung und Team Posteingang fehlt in Lite außerdem das, was Vertrieb im Alltag braucht. Sobald du Premium mit 79 € nimmst und ein oder zwei Add-ons dazubuchst, bist du bei über 100 € pro Nutzer und Monat. Das ist die Preisklasse eines HubSpot Sales Hub Professional.

Einen ausführlichen Funktionsvergleich findest du in Pipedrive vs. HubSpot. Für kleine Teams mit Telefonvertrieb lohnt sich auch der Blick auf Pipedrive, HubSpot oder Close.
Was steckt hinter Attio, dem KI CRM?
Attio ist neu am Markt und positioniert sich als „agentic CRM". Die Startseite ist ein Chatfenster. Du fragst: „Welche fünf Aufgaben soll ich heute erledigen?" Attio schaut sich Leads, Prioritäten und überfällige Aktivitäten an und schlägt die Aufgaben vor. Einige davon soll die KI direkt selbst erledigen.


Die Oberfläche erinnert an Notion. Karten öffnen sich, Attribute, Notizen und Aktivitäten stehen auf einer Seite. Mir persönlich verschwimmt dort zu viel Text ineinander, ich brauche beim Lesen länger als in HubSpot. Die Deal Karte selbst kennt man: Deal, Kontakt, Unternehmen, Aktivitäten, Notizen.

Stark sind die Workflows. Custom Agents lassen sich direkt einbauen, dazu Wenn-dann und Switch Verzweigungen, HTTP Requests an eigene Systeme und Formeln für die Datenverarbeitung. Zusammen mit Sequenzen kannst du dich im Vertrieb austoben. Marketing gibt es in Attio gar nicht. Wer nur ein Sales CRM mit KI sucht, vermisst das nicht.

Lizenz plus Credits
Der Free Plan kostet 0 €. Für eine Person ist das ein guter Einstieg. Plus kostet 39 € und Pro 93 € pro Nutzer und Monat. Der Haken steckt in der KI. Attio will, dass du sie nutzt, und rechnet sie über Credits ab, die zur Lizenz dazukommen.
| Attio Plan | Preis pro Nutzer und Monat | Seat Credits pro Nutzer | Workspace Credits |
|---|---|---|---|
| Free | 0 € | 100 | 250 |
| Plus | 39 € | 500 | 1.500 |
| Pro | 93 € | 1.000 | 10.000 |
| Enterprise | auf Anfrage | 2.500 | individuell |

Wer mit mehreren Nutzern KI Auswertungen laufen lässt, hat die enthaltenen Credits schnell verbraucht. Dann kommen 85 € für 5.000 zusätzliche Credits dazu, bei 50.000 Credits sind es 515 € im Monat. Aus „39 € pro Nutzer" werden so mehrere hundert Euro für den Workspace, und das merkt man erst nach ein paar Wochen Nutzung. Denselben Mechanismus kennst du von HubSpot, dort habe ich die Zahlen im Artikel HubSpot Agent Hub Kosten nachgerechnet.
Für wen lohnt sich Salesforce?
Salesforce ist die direkte Alternative zu HubSpot. Beide sind All-in-one Plattformen mit Sales, Service und Marketing. In der Sales Cloud gibt es Leads, Kontakte, Accounts und Opportunities. E-Mail Postfach, Telefonie und Slack lassen sich anbinden. Wenn ein Lead Potenzial hat, wird er zur Opportunity konvertiert.

Der Unterschied liegt im Setup. Wer sich für Salesforce entscheidet, entscheidet sich auch für eine Person, die das Konto dauerhaft betreut. Die Einstellungen sind für Admins gebaut. Lightning Typen, Einstein, Data Cloud, Flows, Apex, API Einstellungen: für jeden Bereich brauchst du eigenes Know-how. Mal eben ein Feld anpassen oder eine Automation bauen, wie es Teams in HubSpot, Attio oder Pipedrive tun, klappt hier selten.


Diese Komplexität hat einen Grund. Viele Einstellungen sind entstanden, weil Kunden spezielle Systeme anbinden mussten. Wenn du eine Branchensoftware nutzt, die nur mit Salesforce spricht, kann genau das den Ausschlag geben. Dann lohnt sich der Blick trotz des Aufwands.
Jedes Produkt kostet extra
Wie bei HubSpot ist jedes Produkt ein eigener Hub mit eigenem Preis: Sales Cloud, Service Cloud, Marketing Cloud, Commerce Cloud, Data 360, Agentforce, Slack, Tableau. Für die Sales Cloud sieht die Staffel so aus.
| Sales Cloud Edition | Preis pro Nutzer und Monat | Was dazukommt |
|---|---|---|
| Free Suite | 0 € | Accounts, Kontakte, Leads, Opportunities |
| Starter Suite | 25 € | Sales Planning nur gegen Aufpreis |
| Pro Suite | 100 € | Premier Success Plan gegen Aufpreis |
| Enterprise | 175 € | Forecast und Pipeline Management enthalten, Agentforce und Data Cloud gegen Aufpreis |
| Unlimited | 350 € | Sales Engagement und Premier Success enthalten |
| Agentforce 1 Sales | 550 € | KI Agents und Data Cloud enthalten |

550 € pro Nutzer und Monat für die KI Edition liegen weit über allem anderen in diesem Artikel. Dazu kommen Zusatzpakete und ein kostenpflichtiger Premier Success Plan, wenn du Support brauchst. Den direkten Vergleich mit HubSpot habe ich in Salesforce vs HubSpot ausgearbeitet.
Welche zwei Bonus Alternativen kommen noch vor?
Zoho ist mehr als ein CRM. Die Plattform besteht aus Bausteinen: CRM, Formulare, SalesIQ für Website Besucher, Bookings, Buchhaltung, Commerce. Wer ein ERP mit CRM kombinieren will und alles aus einer Hand haben möchte, kann sich hier ein System zusammenbauen.

Close ist für Teams gebaut, die den ganzen Tag telefonieren. Power Dialer, Predictive Dialer, SMS und E-Mail laufen in einer Oberfläche. Die Pläne heißen Solo, Essentials, Growth und Scale und kosten 9, 35, 99 und 139 US-Dollar pro Nutzer und Monat. Meine Erfahrungen damit stehen im Close CRM Praxistest.

Wie schneiden die Alternativen im Überblick ab?
| CRM | Einstieg pro Nutzer und Monat | Stärke | Haken |
|---|---|---|---|
| Pipedrive | 24 € (Lite) | Einfachste Pipeline, in Minuten verstanden | 30 Felder und keine Sequenzen in Lite, Add-ons treiben den Preis |
| Attio | 0 € (Free), 39 € (Plus) | KI Assistent, starke Workflows, Sequenzen | Credits ab 85 € pro 5.000, kein Marketing |
| Salesforce | 0 € (Free), 25 € (Starter) | All-in-one, größtes Integrationsangebot | Dauerhafter Admin nötig, bis 550 € pro Nutzer |
| Zoho | je nach Baustein | ERP und CRM aus einer Hand | Viele Einzelprodukte zu kombinieren |
| Close | 9 USD (Solo) | Dialer und Telefonvertrieb | Nur für Call-lastige Teams sinnvoll |
Welche HubSpot Alternative passt zu welchem Team?
Pipedrive passt, wenn du ein reines Sales Team mit klarer Pipeline hast und dir eine schlanke Oberfläche wichtiger ist als Marketing im selben System. Rechne dabei mit Premium, nicht mit Lite.
Attio passt, wenn dein Vertrieb KI im Alltag nutzen will und ihr die Credits im Blick behaltet. Für Solo Gründer ist der Free Plan ein brauchbarer Start.
Salesforce passt, wenn ihr eine Integration braucht, die es nur dort gibt, und eine Person oder Agentur für die Administration einplant.
HubSpot passt, wenn Marketing, Sales und Service zusammenarbeiten sollen und das Team die Einstellungen selbst pflegen will. In diesen Fällen begleiten wir Unternehmen beim HubSpot Setup.
Unsicher, ob HubSpot oder eine Alternative passt?
Im 20 Minuten Call gehen wir eure Prozesse durch und sagen dir, welches System passt. Auch wenn es am Ende nicht HubSpot ist.
20 Minuten Call buchenWenn du dich für HubSpot entscheidest, zeigen unsere HubSpot Workshops die Umsetzung in der Praxis. Einen Überblick über die Funktionen der Plattform gibt HubSpot CRM Funktionen.
Welche Fragen zu HubSpot Alternativen bleiben offen?
Welche HubSpot Alternative ist am einfachsten?
Pipedrive. Leads, Deals, Pipeline und Aktivitäten sind in wenigen Minuten verstanden. Der Fokus liegt auf Vertrieb. Marketing gibt es nur als Add-on.
Was kostet Pipedrive wirklich?
Bei monatlicher Abrechnung kostet Lite 24 €, Growth 49 €, Premium 79 € und Ultimate 99 € pro Nutzer und Monat. Lite hat 30 benutzerdefinierte Felder, keine Sequenzen und keine E-Mail Synchronisierung. Add-ons wie LeadBooster, Projects oder Campaigns kommen dazu.
Ist Attio günstiger als HubSpot?
Die Lizenz startet bei 0 € für Free, 39 € für Plus und 93 € für Pro pro Nutzer und Monat. Die KI Funktionen verbrauchen Credits. 5.000 zusätzliche Workspace Credits kosten 85 € im Monat, 50.000 Credits 515 €. Diese Kosten kommen zur Lizenz dazu.
Für wen lohnt sich Salesforce?
Für Unternehmen mit eigenen Ressourcen für die Administration und speziellen Anforderungen an Integrationen. Salesforce braucht dauerhaft eine Person oder Agentur, die das Setup betreut. Die Sales Cloud kostet 0 € bis 550 € pro Nutzer und Monat.
Gibt es eine kostenlose HubSpot Alternative?
Attio Free mit 100 Seat Credits und 250 Workspace Credits pro Monat sowie die Salesforce Free Suite mit Accounts, Kontakten, Leads und Opportunities. Beide reichen für eine Person, nicht für ein Team mit Prozessen.
Wann bleibt HubSpot die richtige Wahl?
Wenn Marketing, Sales und Service in einem System arbeiten sollen und das Team die Einstellungen selbst pflegen will. Die Alternativen in diesem Artikel sind entweder auf Sales beschränkt oder brauchen eine dauerhafte Administration.