Ein HubSpot Freelancer passt, wenn eine klar abgegrenzte Aufgabe in einem Hub ansteht und eine Person sie von Anfang bis Ende umsetzen kann. Eine Agentur oder ein Solutions Partner passt, sobald mehrere Hubs, Integrationen, eine Datenmigration oder mehrere Teams zusammenkommen. Dazwischen gibt es eine dritte Option: Wissen intern aufbauen und extern nur für Projekte dazuholen. Hier findest du Kriterien, eine Vergleichstabelle und die Fragen, die du vor der Beauftragung stellen solltest. Die Einschätzung stammt aus 90+ HubSpot Projekten und 9+ Jahren als HubSpot Gold Partner.
HubSpot Freelancer oder Agentur entscheidet der Projektumfang: Ein Freelancer passt für eine klar abgegrenzte Aufgabe in einem Hub, die eine Person von Anfang bis Ende umsetzt. Eine Agentur oder ein Solutions Partner passt, sobald mehrere Hubs, Integrationen, eine Datenmigration oder mehrere Teams zusammenkommen. Für den Alltag lohnt sich zusätzlich eine interne Person als HubSpot Admin.
- Freelancer: pro Stunde meist günstiger, Pakete laufen nacheinander
- Agentur: Projektleitung plus Spezialisten, Vertretung im Team geregelt
- Portal läuft immer auf deinen Firmenvertrag, Super Admin im Haus
Was unterscheidet einen HubSpot Freelancer von einer Partner-Agentur?
Ein HubSpot Freelancer plant und setzt dein Projekt als einzelne Person um, eine Partner-Agentur verteilt die Arbeit auf mehrere Leute mit unterschiedlichen Rollen, etwa Projektleitung, technische Umsetzung, Integrationen und Schulung. Beides kann sehr gute Ergebnisse liefern. Der Unterschied liegt in Kapazität, Spezialisierung und Vertretung.
Viele Entscheider stehen genau an diesem Punkt: HubSpot ist gekauft oder kurz davor, intern fehlt die Zeit für die Einrichtung, und im Netzwerk gibt es einen Freelancer mit guten Referenzen. Dem gegenüber steht eine Agentur, die mehr Leute mitbringt und mehr Abstimmung braucht. Die richtige Wahl hängt vom Projekt ab. Die Größe deines Unternehmens spielt eine kleinere Rolle.
Ein Begriff sorgt oft für Verwirrung: HubSpot Solutions Partner. Das ist ein Partnerprogramm von HubSpot für Beratungen und Agenturen, die HubSpot bei Kunden einführen und betreuen. Im offiziellen Solutions-Partner-Verzeichnis siehst du Stufe, Zertifizierungen und Bewertungen. Partnerstatus und Teamgröße sind zwei getrennte Fragen. Prüfe beide einzeln. Wie die Partner-Stufen aufgebaut sind, erklären wir auf unserer Seite zur HubSpot Agentur für den Mittelstand.
Für welche HubSpot Projekte reicht ein Freelancer?
Ein Freelancer reicht, wenn die Aufgabe klar umrissen ist, in einem Hub liegt und keine tiefe Anbindung an andere Systeme braucht. Dann bekommst du einen direkten Ansprechpartner, kurze Wege und oft einen schnellen Start.
Typische Beispiele aus KMU-Projekten, bei denen eine einzelne erfahrene Person gut passt:
- Sales Hub Einrichtung für ein kleines Vertriebsteam: Pipeline, Deal-Phasen, Pflichtfelder, E-Mail-Anbindung und ein paar Berichte
- Einzelne Workflows: Lead-Zuweisung, Aufgaben nach Formulareingang, Follow-ups für Deals
- Marketing Aufgaben: E-Mail-Vorlagen, Formulare, Landingpages, Listen und Segmente
- Reporting: Dashboards für Geschäftsführung und Vertrieb auf Basis sauberer Daten
- Punktuelle Hilfe: ein Datenimport, eine Standard-Integration aus dem Marketplace, eine Schulung für neue Nutzer
Viele Freelancer im HubSpot Umfeld haben vorher in Agenturen oder als interne Admins gearbeitet und bringen viel Erfahrung mit. Für ein Team mit fünf Vertriebsleuten und einem Hub ist das oft die effizienteste Lösung.
Wann braucht man eine HubSpot Agentur (Integrationen, mehrere Hubs, Migration)?
Eine Agentur passt, sobald das Projekt mehrere Fachgebiete gleichzeitig braucht und parallel laufen muss. Das ist meist bei Integrationen, mehreren Hubs, einer Datenmigration aus einem Altsystem oder mehreren beteiligten Abteilungen der Fall.
In unseren Projekten sind das die häufigsten Auslöser:
- Mehrere Hubs gleichzeitig: Marketing, Sales und Service sollen zusammen starten, mit gemeinsamen Lifecycle-Phasen und sauberer Übergabe zwischen den Teams
- Integrationen: HubSpot muss mit ERP, Buchhaltung, Telefonie oder einer eigenen Datenbank Daten austauschen. Einen Überblick gibt unser Artikel zu HubSpot Integrationen
- Migration: Kontakte, Deals, Aktivitäten und Dateien kommen aus Salesforce, Pipedrive oder einer Branchenlösung und müssen vollständig und zugeordnet ankommen
- Enge Zeitpläne: Go-Live zu einem festen Termin, etwa zum Messestart oder Geschäftsjahr
- Verbautes Portal: Ein bestehendes HubSpot soll aufgeräumt oder neu aufgesetzt werden, während der Betrieb weiterläuft (siehe HubSpot sanieren oder neu aufsetzen)

Bei solchen Projekten arbeiten Datenmigration, Workflows und Integrationen parallel. Eine Person kann das umsetzen, braucht dafür aber mehr Kalenderzeit. Eine Agentur verteilt die Pakete und hält über die Projektleitung den Plan zusammen. Was eine Agentur konkret übernimmt, beschreiben wir auf der Seite HubSpot Agentur. Den Ablauf eines vollständigen Projekts zeigt unsere Seite zum HubSpot Setup.
Wann lohnt es sich, HubSpot Wissen intern aufzubauen?
Intern aufbauen lohnt sich, wenn HubSpot täglich von vielen Leuten genutzt wird und laufend kleine Änderungen anfallen: neue Felder, angepasste Berichte, neue Nutzer, geänderte Workflows. Dann ist eine interne Person als HubSpot Admin schneller als jeder externe Dienstleister.
In der Praxis ist das selten eine Vollzeitstelle. Häufig übernimmt jemand aus Marketing, Vertriebsinnendienst oder Operations die Rolle mit einem festen Zeitanteil. Für den Einstieg bietet die HubSpot Academy kostenlose Kurse und Zertifizierungen. Einzelne Themen wie Reports oder E-Mail-Marketing zeigen wir in unseren HubSpot Workshops.
Gut funktioniert eine Kombination: Die Grundstruktur baut ein externer Partner, die interne Person ist von Anfang an dabei und übernimmt danach den Alltag. Für größere Umbauten oder neue Integrationen holt ihr wieder Unterstützung dazu, per Projekt oder über eine laufende HubSpot Betreuung.
Wichtig: Egal wen du beauftragst, das HubSpot Portal sollte auf deinen Firmenvertrag laufen und mindestens ein Super Admin sitzt bei dir im Haus. Externe Dienstleister bekommen eigene Nutzerzugänge. So bleibt der Zugriff bei dir, auch wenn du den Dienstleister wechselst.
Welche Kriterien entscheiden zwischen Freelancer, Agentur und intern?
Zwischen Freelancer, Agentur und interner Lösung entscheiden vor allem Projektumfang, Integrationen und Migration, Vertretung bei Ausfall, Tempo bei parallelen Paketen und das Abrechnungsmodell. Die Tabelle fasst zusammen, wo jede Option ihre Stärken hat. Zähl für dein Projekt, in welcher Spalte die meisten Zeilen zu deiner Situation passen.
| Kriterium | Freelancer | Agentur / Solutions Partner | Intern (HubSpot Admin) |
|---|---|---|---|
| Projektumfang | klar abgegrenzte Aufgabe, ein Hub | mehrere Hubs, mehrere Teams | laufende Pflege und kleine Änderungen |
| Integrationen und Migration | Standard-Integrationen, einfacher Import | Custom-Integrationen, Migration mit Historie | Betrieb bestehender Integrationen |
| Ansprechpartner | eine Person für alles | Projektleitung plus Spezialisten | Kollege im Haus |
| Vertretung bei Ausfall | vorher vereinbaren | im Team geregelt | Vertretung intern regeln |
| Tempo bei parallelen Paketen | nacheinander | parallel | abhängig vom Zeitanteil |
| Wissen nach Projektende | über Doku und Übergabe | über Doku, Schulung und Übergabe | bleibt im Unternehmen |
| Typisches Abrechnungsmodell | Stunden- oder Tagessatz | Festpreis-Paket oder Retainer | Gehaltsanteil plus Weiterbildung |
Die Tabelle beschreibt typische Muster aus unseren Projekten. Einzelne Freelancer decken auch Migrationen ab, einzelne Agenturen arbeiten auch per Stundensatz.
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20 Minuten Call buchenWas kosten Freelancer und Agentur im Vergleich?
Ein HubSpot Freelancer ist pro Stunde meist günstiger als eine Agentur, weil weniger Overhead für Projektleitung, Büro und Vertrieb anfällt. Für das Gesamtprojekt zählt aber die Summe aus Stunden, Laufzeit und Nacharbeit. Bei einem kleinen Setup liegt der Freelancer oft vorn. Bei einem Projekt mit Migration und Integrationen gleicht sich das häufig an, weil Pakete parallel laufen und weniger Abstimmung nachträglich anfällt.
Vergleiche Angebote deshalb nach Leistung und Gesamtaufwand. Diese Punkte sollten in jedem Angebot stehen:
- Umfang: Welche Pipelines, Felder, Workflows, Berichte und Integrationen sind enthalten?
- Datenmigration: Welche Objekte und wie viel Historie werden übernommen?
- Schulung und Doku: Wer wird geschult, und was bekommst du schriftlich?
- Abrechnung: Festpreis, Stundenkontingent oder Retainer, und was passiert bei Mehraufwand?
- Nach dem Go-Live: Gibt es eine Phase für Korrekturen und Rückfragen?
Unabhängig vom Dienstleister verlangt HubSpot bei vielen Professional- und Enterprise-Hubs ein einmaliges Pflicht-Onboarding. Laut HubSpot Preisseite sind das beim Marketing Hub Professional 2.930 € und beim Sales Hub Professional 1.470 € (Stand 24.09.2026). Diese Gebühr kommt zu den Kosten für Freelancer oder Agentur hinzu. Die komplette Rechnung für das erste Jahr steht in unserem Artikel zu den HubSpot Kosten, typische Preisrahmen für Agenturleistungen auf der Seite HubSpot Agentur.
Was passiert bei Ausfall oder Urlaub des HubSpot Dienstleisters?
Fällt ein HubSpot Freelancer aus, steht die Arbeit, bis er zurück ist oder eine Vertretung einspringt, weil das Projekt an einer Person hängt. Bei einer Agentur übernimmt in der Regel jemand aus dem Team. Das betrifft vor allem Go-Live-Phasen und Integrationen, bei denen ein Fehler sofort den Vertrieb bremst.
Viele Freelancer lösen das mit festen Vertretungen aus ihrem Netzwerk. Frag danach im ersten Gespräch und lass dir zeigen, wie die Übergabe dann läuft. Drei Dinge helfen in beiden Fällen:
- Dokumentation im Portal: Workflows, Felder und Integrationen sind beschrieben, sodass eine andere Person sie versteht
- Zugänge bei dir: Admin-Rechte und API-Schlüssel liegen in deinem Unternehmen
- Kritische Termine abstimmen: Go-Live und Migrationen nicht in Urlaubszeiten legen

Wie viel ungeplante Arbeit fehlende Doku später macht, sehen wir regelmäßig bei Übernahmen. Ein Beispiel dafür sind versteckte Workflows, die niemand mehr zuordnen kann.
Woran erkennst du Qualität, egal ob Freelancer oder Agentur?
Gute HubSpot Dienstleister fragen zuerst nach deinem Vertriebsprozess und deinen Zielen und erst danach nach Features. Sie können an echten Projekten zeigen, was sie gebaut haben, und erklären, warum.
Diese Merkmale gelten für beide Modelle:
- Referenzen mit ähnlichem Umfang: Projekte in vergleichbarer Größe, idealerweise mit Kontakt zu einem Kunden
- Zertifizierungen: aktuelle HubSpot Academy Zertifikate für die Hubs, die du nutzt
- Klare Methode: Workshop, Konzept, Umsetzung, Test, Schulung, jeweils mit einem sichtbaren Ergebnis
- Datenmodell zuerst: Felder, Lifecycle-Phasen und Pipelines werden vor den Workflows festgelegt
- Ehrliche Grenzen: Der Dienstleister sagt, was er nicht selbst macht und wen er dafür einbindet
Methode eines guten Dienstleisters
- 1WorkshopProzess und Ziele klären
- 2KonzeptDatenmodell vor Workflows festlegen
- 3UmsetzungPortal nach Konzept bauen
- 4TestMit echten Datensätzen prüfen
- 5SchulungTeam im eigenen Portal einarbeiten
Welche Stärken und Schwächen HubSpot im Alltag zeigt, fassen wir in unseren HubSpot Erfahrungen aus 90 Setups zusammen. Das hilft dir, die Antworten im Erstgespräch einzuordnen.
Welche Fragen solltest du vor der Beauftragung stellen?
Vor der Beauftragung fragst du nach Referenzen, Ansprechpartner, Ablauf, eigenen Grenzen bei Integrationen, Vertretung, Dokumentation, Abrechnung und Betreuung nach dem Go-Live. Mit diesen Fragen trennst du im Erstgespräch schnell passende von unpassenden Angeboten. Stell sie Freelancern und Agenturen gleich, dann kannst du die Antworten direkt vergleichen.
- Welche Projekte in ähnlicher Größe und Branche hast du oder habt ihr umgesetzt?
- Wer arbeitet konkret an meinem Projekt, und wer ist mein Ansprechpartner?
- Wie sieht der Ablauf vom Workshop bis zum Go-Live aus, und wie lange dauert er?
- Welche Integrationen und Migrationen machst du selbst, und wo holst du Unterstützung dazu?
- Wie ist die Vertretung bei Krankheit oder Urlaub geregelt?
- Was bekomme ich an Dokumentation und Schulung?
- Wie wird abgerechnet, und wie geht ihr mit Mehraufwand um?
- Was passiert nach dem Go-Live, und wie läuft die Betreuung danach?
Wenn du schon ein HubSpot Portal hast und den Dienstleister wechseln willst, kommt eine Frage dazu: Wie läuft die Übernahme? Ein neuer Partner sollte sich das bestehende Setup zuerst ansehen, bevor er Aufwand schätzt. Wie so eine Bestandsaufnahme aussieht, beschreibt unsere Seite zum HubSpot Audit.
Unsere Empfehlung: Für eine klar abgegrenzte Aufgabe in einem Hub ist ein erfahrener Freelancer eine gute Wahl. Sobald Integrationen, Migration oder mehrere Teams dazukommen, spricht mehr für eine Agentur. In beiden Fällen lohnt sich eine interne Person, die HubSpot im Alltag betreut und das Wissen im Haus hält.
Häufige Fragen zu HubSpot Freelancer und Agentur
Ist ein HubSpot Freelancer günstiger als eine Agentur?
Pro Stunde meistens ja, weil ein Freelancer weniger Overhead hat. Für das Gesamtprojekt kommt es auf den Umfang an: Bei kleinen Setups in einem Hub liegt der Freelancer oft vorn, bei Projekten mit Migration und Integrationen gleichen sich die Gesamtkosten häufig an.
Kann ein Freelancer eine HubSpot Migration umsetzen?
Ja, wenn die Datenmenge überschaubar ist und die Migration nicht parallel zu Integrationen und einem Mehr-Hub-Setup laufen muss. Frag nach Referenzen mit einem ähnlichen Quellsystem und danach, wie Aktivitäten, Zuordnungen und Dateien übernommen werden.
Muss eine HubSpot Agentur Solutions Partner sein?
Nein. Der Partnerstatus zeigt, dass ein Dienstleister im Partnerprogramm von HubSpot ist, und die Stufe sagt etwas über seine Historie mit HubSpot Kunden. Referenzen, Zertifizierungen und die Methode im Erstgespräch sind für die Auswahl genauso wichtig.
Brauche ich intern einen HubSpot Admin, wenn ich extern beauftrage?
Ja. Mindestens eine Person im Unternehmen sollte HubSpot verantworten, Nutzer anlegen und kleine Änderungen selbst machen können. Das muss keine Vollzeitstelle sein. Der externe Dienstleister übernimmt dann größere Projekte und Umbauten.
Sollte das HubSpot Portal auf mich oder auf den Dienstleister laufen?
Auf dich. Das Portal sollte auf deinen Firmenvertrag laufen und mindestens ein Super Admin sitzt in deinem Unternehmen. Freelancer und Agenturen bekommen eigene Nutzerzugänge. So bleibt der Zugriff bei dir, auch wenn du den Dienstleister wechselst.
Kann ich Freelancer und Agentur kombinieren?
Ja. Häufig baut eine Agentur die Grundstruktur mit Integrationen und Migration, und danach übernimmt ein Freelancer oder ein interner Admin die laufende Pflege. Wichtig ist eine saubere Übergabe mit Dokumentation der Workflows, Felder und Integrationen.
Wie wechsle ich meinen HubSpot Dienstleister?
In drei Schritten: Zugänge und Admin-Rechte bei dir sichern, den neuen Dienstleister das bestehende Setup prüfen lassen und erst danach Umfang und Aufwand festlegen. Laufende Integrationen sollten während des Wechsels dokumentiert und getestet werden.
Kann ein HubSpot Freelancer komplexe CRM-Prozesse und Workflows umsetzen?
Ja, einzelne Workflows wie Lead-Zuweisung, Aufgaben nach Formulareingang oder Follow-ups für Deals setzt ein erfahrener Freelancer gut um. Betrifft ein Prozess mehrere Hubs, Integrationen mit ERP oder Buchhaltung und eine Datenmigration gleichzeitig, braucht eine Person dafür mehr Kalenderzeit, weil die Pakete nacheinander laufen. Eine Agentur kann sie parallel umsetzen.